Sachstand zum Neubaugebiet

Mehrmals wöchentlich erreichen mich Nachfragen, ob in der Gemeinde Osterspai Baugrundstücke zum Verkauf stehen. So gerne ich auch würde, kann ich den vielen Interessenten derzeit leider keine positiven Antworten geben. Aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat bereits auf den letzten Sitzungen damit beschäftigt, einen Startschuss in Richtung eines neuen Baugebietes zu starten. Gerne möchte ich hierzu ein kurzes Update geben:

Im Fusionsvertrag der Verbandsgemeinde Loreley ist geregelt, dass innerhalb kurzer Zeit nach der Fusion die beiden Flächennutzungspläne Braubach-alt und Loreley-alt zusammengeführt werden sollten. Dieser Prozess ist anfangs sehr schleppend verlaufen. Der neue VG Bürgermeister hat durch Verhandlungen mit den Fachbehörden eine Lösung zur Fortführung des Verfahrens gefunden. Nun befinden sich die überarbeiteten Planunterlagen zur landesplanerischen Stellungnahme bei der Kreisverwaltung. Sobald diese vorliegt, können die erforderlichen Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch durchgeführt werden. Die Verbandsgemeinde hofft, diese Verfahren bis Ende 2022 abschließen zu können.

Parallel dazu soll die erste Änderung dieses zusammengeführten Flächennutzungsplanes in Angriff genommen werden. Erst in diesem Verfahren können Gemeinden andere Bauflächen, als bisher im Flächennutzungsplan dargestellt, ausweisen. Dies ist aufgrund der mangelnden Flächenverfügbarkeit auch in der Ortsgemeinde Osterspai notwendig. Neben der Änderung des Flächennutzungsplanes ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich, was bei gutem Verlauf der notwendigen Verfahrensschritte eventuell in 2024 abgeschlossen werden könnte.

Je nach Flächenverfügbarkeit wird anschließend ein Bodenordnungsverfahren in Form einer Baulandumlegung erforderlich. Die Dauer dieses Verfahrens liegt erfahrungsgemäß bei 1 bis 1,5 Jahren. Die Erschließungsanlagen in Form von Straße, Wasser und Kanal sind zu planen und zu bauen.

Erst wenn diese Schritte alle geschafft sind, können auch private Bauvorhaben umgesetzt werden.

Sebastian Reifferscheid, Ortsbürgermeister